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Erste Hilfe beim Haustier: Grundlagen für den Ernstfall

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Erste Hilfe beim Haustier bedeutet nicht, selbst Tierarzt zu spielen. Sie soll die Zeit bis zur professionellen Versorgung überbrücken, weitere Schäden verhindern und Ihrem Tier Sicherheit geben. Besonders wichtig sind Ruhe, Eigenschutz und ein schneller Kontakt zur Praxis.

Bei schweren Symptomen gilt: nicht lange lesen, sondern sofort anrufen und losfahren, wenn die Praxis oder Klinik dazu rät.

1. Ruhe bewahren und Eigenschutz beachten

Schmerz und Angst können jedes Tier unberechenbar machen. Auch ein freundlicher Hund kann schnappen, wenn er verletzt ist. Nähern Sie sich langsam, sprechen Sie ruhig und vermeiden Sie hektische Bewegungen. Katzen und Kleintiere sichern Sie am besten in einer Box oder mit einem Handtuch.

2. Lebenszeichen prüfen

  • Atmet das Tier regelmäßig?
  • Ist es ansprechbar?
  • Sind die Schleimhäute rosa oder auffällig blass, grau oder bläulich?
  • Gibt es starke Blutungen?
  • Kann das Tier stehen oder bricht es zusammen?

Diese Beobachtungen helfen der Praxis am Telefon. Versuchen Sie nicht, komplizierte Maßnahmen ohne Anleitung durchzuführen.

3. Blutungen versorgen

Bei starken Blutungen üben Sie mit einem sauberen Tuch direkten Druck aus. Wenn möglich, legen Sie einen einfachen Druckverband an. Entfernen Sie tiefe Fremdkörper nicht selbst, denn dadurch kann die Blutung stärker werden. Fixieren Sie den Bereich und lassen Sie ihn tierärztlich versorgen.

4. Vergiftungen richtig melden

Bei Verdacht auf Vergiftung zählt Information. Was wurde aufgenommen? Wie viel ungefähr? Wann? Nehmen Sie Verpackungen, Pflanzenreste, Fotos oder Erbrochenes in einem Beutel mit. Lösen Sie nicht eigenmächtig Erbrechen aus, denn das kann bei bestimmten Substanzen gefährlich sein.

5. Hitzschlag, Stiche und Schwellungen

Starkes Hecheln, Taumeln, Erbrechen, glasiger Blick oder Zusammenbruch nach Hitze können auf Hitzschlag hinweisen. Bringen Sie das Tier sofort in den Schatten, bieten Sie Wasser an und kühlen Sie langsam mit feuchten, nicht eiskalten Tüchern. Stiche im Maul, am Hals oder mit starker Schwellung können ebenfalls gefährlich werden.

Notfallset für Zuhause

  • Einmalhandschuhe.
  • Saubere Kompressen und Mullbinden.
  • Selbsthaftende Binde.
  • Zeckenzange.
  • Rettungsdecke.
  • Digitales Fieberthermometer.
  • Telefonnummern von Praxis und Notdienst.
  • Transportbox, Leine und Handtuch.

Wann sofort zum Tierarzt?

Sofortige Hilfe ist nötig bei Atemnot, Bewusstlosigkeit, Krämpfen, starken Blutungen, Vergiftungsverdacht, schweren Schmerzen, Unfall, aufgeblähtem Bauch oder wenn Ihr Tier nicht mehr urinieren kann. Nutzen Sie die Umkreissuche und rufen Sie die ausgewählte Praxis direkt an.

Passende Praxis finden

Nutzen Sie unser Verzeichnis, um eine Tierarztpraxis in Ihrer Nähe zu finden, mit Öffnungszeiten, Notdienst und Online-Terminen.

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